Freitag, 23. Februar 2018

Mochi

Hier kommt ein Update zu einem Beitrag, den ich hier vor fünf Jahren veröffentlicht habe. Ich habe nämlich noch eine zweite Variante entdeckt um ebenso köstliche, wie einfache Mochi selbst zu machen. Mochi sind japanische Süßigkeiten aus Klebreismehl mit einer ganz eigenen, weichen und leicht gummigen Konsistenz. Das alte Rezept (siehe ganz unten) ist für gefüllte Mochi gedacht und man macht es in der Mikrowelle. Die Masse ist etwas fester, weniger süß und eignet sich dafür sehr gut zum Füllen mit süßer roter Bohnenpaste zum Beispiel.

Auf die zweite Variante bin ich kürzlich gestoßen. Da bäckt man die Masse bei niedriger Temperatur und schneidet sie anschließend in Stücke. Die unbeschreiblich zarte Konsistenz ist der Wahnsinn, um es milde auszudrücken. Ich habe das Rezept bereits mit Matcha sowie mit Kokos-Kardamom-Rose probiert, und beides war innerhalb von zwei Tagen aufgegessen. 




Mochi
90g Klebreismehl + extra Mehl zum Bestäuben
100g Staubzucker
1 Prise Backpulver
125ml Wasser
90ml Kokosmilch

für Matcha Mochi:
1Tl Matcha

für Kokos-Kardamom-Rosen-Mochi:
4 El Kokosraspel+1El Wasser
eine Prise Kardamom
ein paar Tropfen Rosenwasser

1. Backrohr auf 135°C vorheizen und eine Kastenform (30cm Kantenlänge) mit Backpapier auslegen.
2. Für Matcha Mochi: In einer Schüssel Klebreismehl, Staubzucker, Backpulver und Matcha mischen. In einer zweiten Schüssel Wasser und Kokosmilch verrühren. Kokoswasser zum Mehl gießen und alles glattrühren. Masse durch ein feines Sieb (Matcha löst sich manchmal schwer auf) in die Backform gießen, mit Alufolie dicht verschließen und 70-90 Minuten backen. Die Mochi sind fertig wenn sie gleichmäßig fest sind. Komplett in der Form auskühlen lassen.
3. Für Kokos-Kardamom-Rosen-Mochi: In einer Schüssel Klebreismehl, Staubzucker und Backpulver mischen. In einer zweiten Schüssel Wasser und Kokosmilch verrühren. Kokoswasser zum Mehl gießen und mit der Kokos-Kardamom-Mischung glattrühren. Masse in die Backform gießen, mit Alufolie dicht verschließen und 70-90 Minuten backen. Die Mochi sind fertig wenn sie gleichmäßig fest sind. Komplett in der Form auskühlen lassen.
4. Reismehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Mochiblock darauf stürzen. Papier abziehen und mit Reismehl bestreuen. Mit einem scharfen Messer Stücke abschneiden und die Mochi auf allen Seiten in Reismehl wälzen. Gleich essen oder luftdicht verpackt einige Tage aufbewahren. Man kann sie auch gut einfrieren.




Mochi mit roter Bohnenpaste
140g Klebreismehl
30g Staubzucker
160ml Wasser
rote süße Bohnenpaste

1. Die Bohnenpaste zu kleinen Kugeln rollen, je nachdem wie groß man seine Mochi haben will. Die Kugeln auf einen Teller setzen und ins Gefrierfach stellen. Das macht es nachher einfacher.
2. In einer mikrowellengeeigneten Schüssel Wasser und Staubzucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann nach und nach das Reismehl unterrühren, bis die Masse glatt ist und keine Klumpen mehr enthält.
3. Die Schüssel für 2 Minuten in die Mikrowelle stellen. Die klebrige Masse einmal umrühren. Eine Arbeitsfläche mit reichlich Reismehl bestäuben und auch die Hände damit einreiben. Mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und auf die Arbeitsfläche setzen. Von allen Seiten mit Reismehl bedecken und in den Handflächen flachdrücken. Eine Kugel Bohnenpaste in die Mitte setzen, den Teig darumschlagen und an den Kanten zusammendrücken bis alles gut verklebt ist. Die Mochi entweder gleich essen oder in Klarsichtfolie einschlagen. So sind sie im Kühlschrank ein paar Tage haltbar oder man friert sie ein.



Sonntag, 11. Februar 2018

Gefüllte Schokomoussetartes

Kleine, feine Moussetörtchen aus Yotam Ottolenghis neuem Buch „Sweet“ für einen gemütlichen Geburtstag. Herrlich buttriger Mürbteig mit cremig gebackenem dunklem Schokoladenmousse und einer kleinen Überraschung aus Marmelade oder Sesam mit Honig. Besonders gut passt hier Orangenmarmelade, noch besser von der Mama gemacht. Aber auch die Halva-Mischung aus Sesam und Honig war ganz köstlich. Erdnussbutter oder Himbeergelee kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Manchmal braucht man eben keine mehrstöckige Geburtstagstorte und so ein Tartelette ist gleich viel, viel interessanter als die ewig gleichen picksüßen und oft viel zu mächtigen Cupcakes.




Gefüllte Schokomoussetartes
adaptiert aus „Sweet” von Yotam Ottolenghi • für 12 kleine Tartes

für den Teig:
300g Mehl
90g Staubzucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
200g kalte Butter, grob gewürfelt
1 großer Dotter
20ml Wasser

für das Mousse:
200g gute, dunkle Schokolade
150g Butter
3 große Eier
50g Zucker
1 Prise Salz

für die Füllung:
Bitterorangenmarmelade
oder
Tahini, gemischt mit Honig nach Geschmack

1. Für den Teig alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verarbeiten, flach drücken, in Folie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
2. Ein Muffinblech fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3mm dick ausrollen. Kreise (10-12cm) ausstechen und die Vertiefungen im Blech damit auskleiden. Den übrigen Teig für anderes Rezept in den nächsten 2-3 Tagen verbrauchen oder gut verpackt einfrieren. Das Blech nochmal 1 Stunde kalt stellen.
3. Inzwischen das Backrohr auf 180°C voheizen und zum Blindbacken der Tartes Quadrate aus Backpapier schneiden. Die Tartes mit den Quadraten auslegen und mit trockenen Hülsenfrüchten beschweren. Ca. 15 Minuten backen, bis die Ränder beginnen hellbraun zu werden. Backpapier samt Hülsenfrüchten vorsichtig aus den Formen lösen und nochmal 3 Minuten backen, bis die Böden trocken sind. Zum Abkühlen beiseite stellen.
4. Für das Mousse Schokolade und Butter überm Wasserbad schmelzen und beiseite stellen. Eier, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Masse dick und hellgelb ist und sich das Volumen verdreifacht hat. Die abgekühlte Schokolade mit einem Spachtel vorsichtig unterheben, bis alles gut vermischt ist, ohne zu viel Volumen zu verlieren. Mousse in einen Spritzbeutel füllen. (Geht auch ohne, ist dann halt ein bisschen rustikaler.)
5. Backrohrtemperatur auf 200°C erhöhen. Auf den Boden jeder Tarte entweder einen Tl Marmelade oder Tahin-Honig-Mischung streichen. Das Mousse großzügig darüber verteilen, sodass auch die Ränder mit Mousse bedeckt sind. 8-9 Minuten backen (sie sollen innen noch weich sein), vollständig in der Form auskühlen lassen.
6. Mit einem kleinen Messer die Tartes aus der Form lösen und mit Kakao oder Staubzucker bestreuen. Im Original werden sie jetzt noch mit einem Nocken Mascarpone und Sesamkrokant verziert – kann man, muss man aber nicht.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Gebrannte Mandeln

Auch dieses Jahr gehören die gebrannten Mandeln zu den Fixstartern des Schultzischen Weihnachtsbackwahnsinns. Elf Sorten haben wir schon!



Gebrannte Mandeln
400g Mandeln
400g Zucker
200ml Wasser
2 Pk Vanillezucker
1/2 Tl Salz
1 El Zimt

1. Wasser und Zucker in einer großen, schweren Pfanne aufkochen. Wenn das Wasser kocht Vanille, Salz, Zimt und Mandeln dazugeben und mit einem Holzlöffel umrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.
2. Mandeln auf kleiner Flamme weiterköcheln, bis das Wasser verdunstet ist. Der Zucker wird dann ganz hell und sandig. Immer weiter rühren, bis der Zucker zu schmelzen beginnt und sich das Karamell um die Mandeln legt. Dabei aufpassen, dass das Karamell nicht verbrennt. Lieber langsam und bei kleiner Flamme rühren.
3. Die Mandeln auf das Backblech schütten und flach mit dem Kochlöffel ausbreiten. Komplett auskühlen lassen.
4. Die fertigen Mandeln mit den Händen auseinanderbrechen und in Papiersackerl füllen. So halten sie sich ein paar Wochen.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Dotter Cookies

Manchmal bleibt mir beim Backen Eiklar übrig. Dann mache ich Macaron Ice Cream Sandwiches oder Kokosbusserl. Und wenn mir mal ein paaar Dotter übrig bleiben mache ich diese Cookies. Es gibt kaum eine köstlichere Art der Resteverwertung.






Dotter Cookies
250g weiche Butter
200g brauner Zucker
100g Zucker
1/2 Tl Vanillepulver
3 Dotter
325g Mehl
1 Tl Salz
3/4 Tl Natron
300g dunkle Schokolade, grob gehackt

1. Mehl, Natron und Salz in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker und Vanille in einer zweiten Schüssel cremig rühren. Dotter dazugeben und unterrühren. Mehlmischung kurz unterrühren. Den Teig mindestens eine Stunde (max. zwei Tage) in den Kühlschrank stellen.
2. Backrohr auf 180°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig Kugeln rollen (40-50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 10-12 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden und die Cookies in der Mitte gerade nicht mehr feucht glänzen. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte! Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Sonntag, 17. September 2017

Snickerdoodles

Snickerdoodles wollte ich schon länger ausprobieren und jetzt passt das Wetter auch perfekt für einen kuschelig warmen Zimtkeks. Der Teig geht beim Backen fluffig weich auf, dank Cream of Tartar, bei uns auch als Weinstein bekannt. Das bekommt man zum Beispiel bei Bobby's in Wien oder online. Cream of Tartar sorgt nicht nur dafür, dass Kekse weich bleiben, man kann es ausserdem dazu verwenden Eischnee und Schlagobers zu stabilisieren oder das Bilden von Zuckerkristallen in Sirup zu verhindern. Man kann ersatzweise für 1 Tl Cream of Tartar 2Tl Zitronensaft oder Essig verwenden. Das habe ich aber noch nicht getestet.




Snickerdoodles
10 Stück, je 50g
190g Mehl
1 Tl Cream of Tartar
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
115g weiche Butter
100g Zucker
50g brauner Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 Ei

2 El Kristallzucker
1 El Zimt

1. Mehl, Cream of Tartar, Natron und Salz in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker und Vanille in einer zweiten Schüssel cremig rühren. Ei dazugeben und rühren, bis die Masse hellgelb und schaumig ist. Mehlmischung kurz unterrühren. Den Teig mindestens eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.
2. Backrohr auf 190°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. 2 El Kristallzucker mit 1 El Zimt in einer kleinen Schüssel mischen. Aus dem Teig Kugeln rollen (40-50g), mit einigem Abstand aufs Blech legen (8 Stück gehen sich gut auf einmal aus) und 8-10 Minuten backen, bis die Ränder anfangen hellbraun zu werden. Nicht zu lange backen, sonst sind sie nachher nicht mehr weich in der Mitte! Luftdicht verpackt halten sie sich etwa eine Woche.

Sonntag, 25. Juni 2017

Rhabarber Himbeer Tarte auf Kokosmürbteig und weißer Schokolade

Zum Geburtstag hat die Mama diese hübsche und fruchtige Frühlings-Tarte bekommen. Sie besteht aus einem feinen Kokosmürbteig, weißer Schokoladenganache, Himbeergelee, Rhabarbercurd, Meringuewölkchen und frischen Himbeeren. Absolut köstlich!






Rhabarber Himbeer Tarte

für den Mürbteig
250g Mehl
125g kalte Butter, in Stücken
60g Staubzucker
50g Kokosett
2 Dotter
2-3 El Eiswasser
1 Prise Salz

für die Schokoganache
50g Weiße Schokolade
25g Schlagobers

für das Himbeergelee
125ml Himbeersaft (aus aufgetauten, zerdrückten und durch ein Sieb gepressten Himbeeren)
1 Blatt Gelatine

für das Rhabarbercurd
ca. 1/2 kg Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
2 El Zitronensaft
120g Zucker
1 Tl Speisestärke
2 Eier
1 Dotter
2-3 Blatt Gelatine
50g weiche Butter

für die Meringue
85g Eiweiß (2-3 große Eier)
125g Zucker
1/2 Tl Zitronensaft
1 Prise Salz
1 Prise Vanillepulver

1. Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten, in Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig ist eventuell recht trocken, das macht aber nichts. Im Zweifelsfall etwas mehr kaltes Wasser einarbeiten.
2. Inzwischen den Rhabarber in einem Topf mit einem Schluck Wasser auf kleiner Flamme köcheln bis er zerfällt. Durch ein Sieb drücken, vom Saft 200ml abmessen und beiseite stellen.
3. Den Teig ausrollen und eine Tarteform (24-26cm Durchmesser) damit auslegen. Form wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, in der Zwischenzeit das Backrohr auf 180°C vorheizen. Tarteboden mit Backpapier bedecken und mit trockenen Bohnen beschweren. Tarte 10 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und nochmal 15-20 Minuten backen, bis die Tarte goldgelb ist, auskühlen lassen.
4. Für die Ganache den Schlagobers aufkochen, vom Herd nehmen. Die Schokolade in Stücken dazugeben und rühren bis sie komplett geschmolzen ist. Ganache auf dem Tarteboden gleichmäßig verstreichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Für das Gelee die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit 2 El der 125ml Himbeersaft in einem kleinen Topf langsam auflösen. Unter den übrigen Saft rühren, in die Tarteform gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
5. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Für das Curd Rhabarber-, Zitronensaft, Zucker, Stärke, Eier und Dotter in einem Topf gut verrühren. Über kleiner Flamme so lange rühren, bis das Curd eindickt. Nicht ungeduldig werden und nicht zu viel Hitze verwenden, sonst stockt das Ei! Gelatine ausdrücken und in das heiße Curd rühren. Die Masse durch ein feines Sieb drücken, falls doch kleine Stücke Ei gestockt sind. Die Butter einrühren und kurz stehen lassen bis das Curd nur noch warm ist, dann auf die Himbeerschicht in den Tarteboden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.
6. Für die Meringue Eiweiß, Zucker, Zitronensaft, Salz und Vanillepuder in einer Metall- oder Glasschüssel verrühren und über ein leicht köchelndes Wasserbad setzen. Stetig rühren, bis die Mischung 79°C erreicht hat. (Ich verwende ein Küchenthermometer.) Sofort vom Wasserbad nehmen und mit dem Mixer auf hoher Stufe aufschlagen bis die Meringue cremig, weiß, stabil und höchstens noch handwarm ist. Auf der Tarte verteilen und entweder mit einem kleinen Flambierer oder unterm Backofengrill die Spitzen leicht bräunen. Sofort servieren.

Sonntag, 7. Mai 2017

Die echte Osterpinze

Das hat heuer etwas länger gedauert mit der Osterpinze, aber das Rezept ist so fantastisch, dass es auf keinen Fall bis nächstes Jahr warten kann. Zugegeben, man muss sich ein paar Stunden Zeit nehmen, aber dafür ist es das perfekte Wochenend-Projekt. Ich habe in der ganzen Zeit um Ostern keine Pinze gefunden, die auch nur annähernd so "pinzig" schmeckt. Das Geheimnis ist der Anis, der auf keinen Fall fehlen darf und keine Sorge, liebes Krebsen, den schmeckt man am Schluss gar nicht mehr. Er gibt der Pinze nur das gewisse Etwas.




Osterpinzen
10g Anis
125ml Weißwein
500g Mehl
1 Pk Trockengerm
1 Tl Salz (5g)
75g Staubzucker
Schale von 1-2 Zitronen
125ml warme Milch
100g weiche Butter
4 Dotter (M)

1 verquirltes Ei zum Bestreichen

1. Am Abend vor dem Backtag den Anis grob zerstoßen und mit dem Wein vermischen. Abdecken und über Nacht ziehen lassen.
2. Am Backtag alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Den Wein durch ein feines Sieb gießen und mit Mehl, Milch, Butter und Dotter mischen. Mit den Knethaken eines Handrührers zu einem glatten, seidigen Teig verarbeiten, der sich vom Schüsselrand ablöst. Anis wegwerfen. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort zugedeckt eine Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Mit der Faust die Luft aus dem Teig boxen und nochmal zugedeckt eine Stunde gehen lassen.
3. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer Arbeitsfläche kurz verkneten und in drei Teile teilen. Die drei Stücke mit den Handballen zu Kugeln schleifen und mit reichlich Abstand auf das Backblech setzen, mit dem verquirlten Ei bestreichen. Eine halbe Stunde gehen lassen.
4. Teigkugeln wieder mit Ei bestreichen und mit einer Schere dreimal tief einschneiden. Erneut 20 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit Backrohr auf 180°C vorheizen.
5. Pinzen 25 Minuten goldbraun backen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Am besten lauwarm genießen!

Sonntag, 9. April 2017

Schoko Bananen Challah

Es ist schon wieder Ostern – stell dir das vor Krebsen! Zum Frühstück machen wir dann wieder das traditionelle Nusshufeisen und Pinze und vielleicht auch dieses Schoko Bananen Challah. Vom Germteig kann man schließlich nie genug haben.





Schoko Bananen Challah
Teig adaptiert von Zucker, Zimt & Liebe
500g Mehl
1Pk Trockengerm
1 Tl Salz
30g Zucker
1 Ei
2 sehr reife Bananen, püriert
1 El Honig
60ml Öl
100-150ml warmes Wasser

für die Fülle:
25g Staubzucker
15g Kakaopulver
65g Milchschokolade, geschmolzen
50g Butter, geschmolzen

1 Dotter + 1 El Milch
Sesam zum Bestreuen (optional)

1. Für den Teig Mehl, Trockengerm, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Ei, Banane, Honig und Öl in einer zweiten Schüssel glattrühren, danach zum Mehl gießen und den Teig mit den Knethaken eines Handrührers verkneten. Dabei langsam das warme Wasser zugießen, bis ein weicher, glatter Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand ablöst. (Wieviel Wasser man braucht, hängt von der Größe der Bananen ab.) Den Teig in eine mit Öl ausgepinselte große Schüssel geben und zugedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
2. Für die Fülle alle Zutaten in einer Schüssel zu einer Paste verrühren. Den Teig in zwei Hälften teilen und eine Hälfte auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem langen Rechteck ausrollen. Die halbe Fülle darauf streichen und an der langen Kante aufrollen, sodass eine lange Wurst entsteht. Diese Wurst noch ein bisschen länger ziehen und beiseite legen. (Ich schätze bei mir waren das um die 80cm oder noch länger.) Das ganze mit der zweiten Teighälfte und Füllung wiederholen und danach beide Stränge in der Mitte durchschneiden, sodass wir vier gleich lange Teigwürste haben.
3. Die vier Stränge wie bei diesem Rezept miteinander verweben. Das heißt, dass jeder Strang der unter einem anderen liegt, als nächstes über einem anderen liegen muss. Zum Schluss die Enden unter den Teigknopf stecken. (Letztendlich funktioniert aber jede beliebige Form. Man kann auch ganz einfach einen Striezel flechten.) Die Eimischung und über das Challah pinseln. Noch eine Stunde lang gehen lassen.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen. Das Challah nochmal mit Ei einstreichen, mit Sesam bestreuen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blecht setzen. Etwa 35 Minuten goldbraun backen. Wenn es zu schnell bräunt, einfach mit einem Stück Backpapier abdecken.

Mittwoch, 29. März 2017

Karotten-Mandelkuchen mit Frischkäsecreme und ein Busenkuchen

Habe ich schon einmal erwähnt wie sehr ich Thementorten hasse? Ich war immer der Meinung ein Kuchen sollte aussehen wie ein Kuchen und nicht wie eine Handtasche oder ein Pokéball. Ja und dann habe ich einen Busenkuchen gebacken…



Das war extrem witzig und ein großer Erfolg, weil er nicht nur super ausgeschaut hat, sondern auch noch wirklich gut geschmeckt hat. Das war mir nämlich besonders wichtig, weil ich diese Buttercreme-Fondant-Berge, die nur noch nach Plastilin schmecken ganz furchtbar finde. Der Kuchen war ein Red Velvet Cake den ich in einer dünnen Metallschüssel gebacken und mit Cream Cheese Frosting gefüllt und überzogen habe. Ummantelt waren die Brüste dann mit einer dünnen Marzipandecke, die ich davor mit Speisefarbe eingefärbt habe.

Der Red Velvet Cake ist ein einfacher Rührkuchen, der mit Öl und Buttermilch schön saftig bleibt und dank roter Speisefarbe und Kakao ein perfektes Busen-Innenleben. Das Frosting ist auch sehr zu empfehlen, weil es ganz locker und luftig und trotzdem schön stabil ist. Man kann es auch super für Cupcakes und ähnliches verwenden. Mir ist ein bisschen was übrig geblieben, das habe ich dann gleich für den Karottenkuchen verwendet.

So und damit also zum Karottenkuchen. Ich experimentiere gerade wieder mit verschiedenen Backzutaten und wie man weißes Mehl und Zucker überzeugend durch Vollkorn, Nüsse und verschiedene süßende Stoffe ersetzen kann. Dabei bin ich auf dieses Karottenkuchen-Rezept gestoßen, das gar kein Mehl, sondern nur Mandeln verwendet, also glutenfrei ist. Das hat ja bei meinem Polentakuchen schon super funktioniert. Der Kuchen ist extrem saftig und bleibt es auch einige Tage. Für das Frosting kann man wie im Originalrezept Magertopfen und Frischkäse verwenden oder man verwendet die Creme vom Busenkuchen – beides sehr, sehr gut!



Karottenkuchen ohne Mehl
nach Berliner Küche • für eine kleine Kastenform
200g Karotten, fein gerieben und ausgedrückt
150g Mandeln
100g Zucker (Erythrit und Birkenzucker funktionieren auch bestens)
2 Eier, getrennt
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
1 Tl Zimt
1/2 Tl Chai-Gewürz (Muskat, Nelke, Ingwer, Kardamom)

für das Frosting
100g Magertopfen
50g Frischkäse
40g Staubzucker
Saft und abgerieben Schale einer Bio-Zitrone

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen.
2. Dotter und Zucker schaumig rühren bis die Masse hellgelb und cremig ist. Mandeln, Backpulver, Salz und Gewürze mischen und abwechselnd mit den Karotten unter den Teig rühren.
2. Eiklar steif schlagen und unterheben. Teig in die Form füllen, glatt streichen und etwa 40 Minuten backen. (Stäbchenprobe!) Auskühlen lassen.
3. Für das Frosting alle Zutaten cremig rühren und den kalten Kuchen damit bestreichen.

Sonntag, 26. März 2017

Oma Wallners Bananenschnitten

So schmeckt die Kindheit im Hause Wallner in Linz. Luftiges Biskuit, süße Bananen, cremiger Pudding und knackige Schokolade – ein absoluter Klassiker.

Das hier veröffentlichte Rezept entspricht dem Original. Darunter habe ich noch Anmerkungen angefügt, wie man das Rezept etwas adaptieren kann.


Bananenschnitten
für den Biskuit:
5 Eier, getrennt
5 gestrichene El Zucker
5 gehäufte El Mehl
1 Messerspitze Backpulver
1 Prise Salz

passierte Marmelade oder Gelee
4-5 Bananen

für die Creme:
500ml Milch
60g Speisestärke (Maizena)
100g Zucker
2 Pk Vanillezucker
200g weiche Butter
1 Dotter

für die Glasur: 
75g Kokosfett (Ceres)
75g Butter
150g Schokolade

1. Für die Creme etwas Milch und Maizena glattrühren. Restliche Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen, Maizena einrühren und einmal kurz aufkochen lassen. Abkühlen lassen. Butter schaumig rühren, Dotter und Pudding löffelweise unterrühren.
2. Für den Biskuit das Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Dotter und Zucker hellcremig rühren. Eiweiß in einer zweiten Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen. Mehl und Backpulver über Dotter sieben und gemeinsam mit dem Eischnee vorsichtig unterheben. Teig gleichmäßig auf das Blech streichen und 5-8 Minuten goldgelb backen. Auskühlen lassen.
3. Den Biskuit mit Marmelade bestreichen. Die Bananen blättrig schneiden und auf den Biskuit legen. Alles mit der Puddingcreme bedecken und möglichst glatt streichen.
4. Kokosfett, Butter und Schokolade schmelzen, glatt rühren und über dem Pudding verteilen. Gekühlt servieren.

*Anmerkungen:
1. Die Bananenschnitte ist ohne Frage absolut köstlich. Man kann sie aber auch etwas weniger heftig und ohne nennenswerte Verluste machen, indem man nur 100g Butter für die Creme verwendet.
2. Eine weitere Möglichkeit wäre es die Butter komplett durch geschlagenen Schlagobers zu ersetzen. So wird die Creme viel fluffiger, aber damit lehnt man sich schon sehr weit aus dem Fenster der Klassiker.
3. Wer lieber eine weiche Schokoladendecke hat, kann statt Kokosfett und Butter auch Schlagobers für die Glasur verwenden.