Donnerstag, 21. August 2014

Bananen Nutella Torte

Sebi hat Geburtstag und bekommt deswegen einen zweistöckigen, saftig-süßen Bananen-Nutella-Traum, der inzwischen schon bis aufs letzte Stückchen aufgegessen ist. Die Torte besteht aus drei Schichten (Bananenkuchen, Nutella-Buttercreme, Bananenkuchen) und ist zudem noch komplett mit Creme bedeckt und mit Zuckerstreuseln verziert. Eine ziemliche Bombe!

Ich bin nur selten für Buttercreme zu begeistern, aber diese ist ein bisschen anders, weil sie zu einem großen Teil aus Nutella besteht und dadurch nicht nur nach Fett und Zucker, sondern vor allem nach Schokolade und Haselnüssen schmeckt. Für solche bombastischen Geburtstagstorten verewige ich ja eher selten ein Rezept auf dem Blog, weil ich das genau gleiche meistens nie mehr brauche. Nicht weil sie nicht absolut köstlich gewesen wäre, sondern weil das Leben einfach zu kurz ist um zweimal die gleiche Torte zu backen. Diesmal ist das aber ein bisschen anders, weil man sich beide Komponenten, also Bananenkuchen und Nutella-Buttercreme auch getrennt merken sollte. Die Kombination ist unbestreitbar großartig, aber aus dem Bananenteig habe ich zum Beispiel mit Frischkäse-Frosting schon sehr gute Cupcakes gemacht und auch die Nutella-Buttercreme passt wunderbar zu Haselnuss- oder Schokocupcakes.




Bananen Nutella Torte
adaptiert von Food52 und Sally's Baking Addiction

für den Bananenkuchen:
300g Zucker
100g Butter
2  Eier, getrennt
2 Bananen, püriert
125ml Sauerrahm
200g Mehl
1 Tl Natron
1 Prise Salz

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und zwei Springformen mit 20cm Durchmesser fetten und mit Mehl ausstäuben oder mit Backpapier auslegen. (Wer nur eine Springform hat, macht am besten zuerst den halben Teig in der einen Form. Während diese bäckt bereitet man die zweite Hälfte Teig vor und bäckt den zweiten Boden anschließend.) 
2. Zucker und Butter in einer Schüssel schaumig schlagen. Eidotter, Bananen und Sauerrahm nacheinander zugeben und unterrühren. Eiweiß in einer zweiten Schüssel steif schlagen. Mehl, Natron und salz mischen und über den Teig sieben, danach kurz unterrühren. Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben, alles gleichmäßig auf die zwei Formen verteilen. 25-30 Minuten backen.
3. Die noch heißen Kuchen vorsichtig vom Rand lösen, auf ein Gitter stürzen und komplett auskühlen lassen. Wenn sie kühl sind, einen Boden auf eine Tortenplatte setzen und mit einer guten Portion Nutellacreme bedecken. (Die Menge ist Geschmacksache.) Den zweiten Boden darauf setzen und die ganze Torte mit einer dünnen Schicht Creme einstreichen. Das geht am besten mit einer Tortenpalette. Dabei kann man ruhig noch den Teig stellenweise durchsehen, es geht nur darum alle Brösel in einer ersten Schicht einzuschließen und eine glatte Oberfläche zu schaffen. Die Torte mindestens eine Stunde kühlstellen bis die Buttercreme fest wird und bei Berührung nicht verschmiert.
4. Nun ein zweites Mal die ganze Torte mit einer dickeren Schicht einstreichen und nach Wunsch verzieren. Dabei kann man die Oberfläche ganz glattstreichen oder bewusst unregelmäßige Wellen oder Spitzen formen oder die Creme in eine Spritztülle füllen und damit verzieren. Zuckerstreusel sind auch nie verkehrt.

für die Nutella Buttercreme:
230g weiche Butter
240g Staubzucker, gesiebt
220g Nutella
2 El Sauerrahm
1 Prise Salz (Schokolade liebt Salz!)

1. Butter schaumig aufschlagen. Staubzucker darüber sieben und alles weiter aufschlagen. Nutella, Sauerrahm und Salz unterrühren und die Creme noch ein paar Minuten aufschlagen bis sie schön fluffig und cremig ist. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. Wenn man für die Torte nicht alles verbraucht (ich hatte noch einen guten Becher voll übrig), kann die Creme noch ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Donnerstag, 14. August 2014

Apfel Ingwer Granola

Der Bär achtet neuerdings auf seinen Cholesterinspiegel und isst statt Wurst und Käse jetzt täglich eine Schüssel Müsli zum Frühstück. Aber nicht irgendeines, sondern nur die köstlichen Knusper-Spezialmischungen aus der Aluetten-Küche natürlich. Das freut mich sehr, weil mir das Frühstück sowieso die liebste Mahlzeit ist und ich so alle möglichen Kombination ausprobieren kann. Zum Beispiel diese schon etwas herbstliche Mischung aus getrockneten Äpfeln (anscheinend besonders gut um die Cholesterinwerte zu senken), Ingwer, Haselnüssen, Honig und Zimt.



Noch mehr Lieblingsrezepte: Judiths Super Granola und Schoko Nuss Knuspermüsli

Apfel Ingwer Granola
200g Müsli (Basismischung aus verschiedenen Flocken, Körnern und Samen)
50g gehobelte Mandeln
50g grob gehackte Haselnüsse
30g Chia-Samen (optional)
2 Tl Zimt
1-2 El Kokosöl
90ml Honig
40g kandierter Ingwer, gehackt
100g getrocknete Apfelringe, in kleine Stücke geschnitten

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Müsli mit Mandeln, Haselnüssen und Zimt mischen. Kokosöl und Honig leicht erwärmen bis der Honig dünnflüssig und das Kokosöl geschmolzen sind. Unter die Müslimischung rühren, alles auf dem Blech möglichst flach verteilen und 30-40 Minuten backen bis das Granola goldbraun ist, dabei alle 15 Minuten umrühren. In den letzten 5 Minuten Backzeit die Apfelstücke dazugeben, damit die auch noch ein bisschen Farbe bekommen.
3. Granola komplett auf dem Blech auskühlen lassen. Zum Schluss noch den Ingwer unterrühren, in ein Glas füllen und luftdicht verschließen.

Freitag, 8. August 2014

M is for Marzie – Pfirsich Heidelbeer Pie mit frischem Ingwer

Das kleine Krebsen hat Geburtstag und ich bin nicht in Wien! Das ist eine Frechheit und zieht daher gleich zwei Geburtstagstorten nach sich. Die Vorgeburtstagstorte ist ein klassisch amerikanischer Pfirsich-Heidelbeer-Pie mit einer herrlich blättrigen und buttrigen Kruste. Das ist der erste Pie dieser Art den ich je gemacht habe und er war so, so großartig! Der Teig geht schon fast in Richtung Blätterteig und passt so fein und knusprig perfekt zu den reifen, süßen Sommerfrüchten, die in der Mitte blubbern. Man braucht ein ziemlich großes Maß an Selbstbeherrschung um ihn nicht sofort anzuschneiden und sich fürchterlich die Zunge zu verbrennen. Am besten wartet man geduldig zwei Stunden oder noch länger bis er nur noch leicht warm ist und die Obstsäfte Zeit hatten etwas einzudicken. Dann schneidet man sich ein großzügiges Stück heraus, serviert es mit einer Kugel Vanilleeis und nennt es Mittagessen.






Pfirsich Heidelbeer Pie
Teig adaptiert aus dem Smitten Kitchen Kochbuch
315g Mehl
1 El Zucker
1/2 Tl Salz
225g eiskalte Butter, in kleinen Würfeln
120ml Eiswasser

Fülle
1,5kg reife Pfirsiche
150g Heidelbeeren
Saft einer halben Zitrone
1 Tl frisch geriebener Ingwer
100g Zucker
4 El Speisestärke

1 Dotter mit 1 Tl Wasser verquirlt zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

1. Für den Teig sollten alle Zutaten und Geräte mit denen man arbeitet möglichst kalt sein und man sollte alles recht schnell verarbeiten damit die Butter keine Zeit hat weich zu werden. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die gewürfelte Butter mit den Fingern grob unter die Mehlmischung reiben. Eiswasser dazugeben und alles kurz verkneten bis der Teig zusammenhält, aber noch immer kalt ist und Butterstückchen zu sehen sind. Den Teig in zwei Portionen teilen, leicht flach drücken, in Folie einwickeln und mindestens 2 Stunden und bis zu drei Tagen im Kühlschrank rasten lassen.
2. Für die Fülle die Pfirsiche kurz in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken und schälen. Danach entsteinen und in dünne Spalten oder Scheiben schneiden. Alle anderen Zutaten für die Fülle unterheben, kühlstellen.
3. Backrohr auf 220°C vorheizen. Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und eines der beiden Teigstücke schnell kreisförmig ausrollen. Das andere Stück im Kühlschrank lassen. (Je kälter der Teig bleibt umso leichter ist er zu verarbeiten. Bei einer klassischen Pie-Form mit etwa 24cm Durchmesser den Kreis auf ca. 30cm Durchmesser ausrollen. Andere runde Ofenformen gehen natürlich auch.) Den Teig über das Nudelholz legen und so in die Ofenform manövrieren. Der Teig sollte die Form komplett auslegen und einen mindestens 1cm breiten Rand überstehen lassen. Überflüssigen Rand abschneiden. Die Fülle in die Form füllen und wieder in den Kühlschrank stellen.
4. Die zweite Teighälfte ebenso schnell und rund ausrollen. Mit einem kleinen Keksausstecher ein paar Luftlöcher in den Teigdeckel stechen oder einfach kreiförmig ein paar Schlitze einschneiden. Den Pie aus dem Kühlschrank holen und den Teigrand mit den Fingern anfeuchten. Den Teigdeckel darüberheben und an den Rändern leicht andrücken. Die überstehenden Ränder nach unten hinein in die Form falten und wer Lust hat kann ihn ganz klassisch in Wellenform drücken. Sonst einfach darauf achten, dass Boden und Deckel gut miteinander verklebt sind.
5. Den Pie mit der Eimischung einpinseln und mit etwas Kristallzucker bestreuen. 20 Minuten bei 220°C backen, danach die Temperatur auf 190°C reduzieren und etwa 40 Minuten weiterbacken bis der Pie schön goldbraun ist und das Obst durch die Luftlöcher blubbert. Mindestens 2 Stunden abkühlen lassen und am besten mit Vanilleeis servieren.

Dienstag, 29. Juli 2014

Bananen Müsliriegel

In meiner Handtasche findet man immer mindestens eine Sorte Hustenzuckerl, ein Stück Schokolade oder Müsliriegel. Wenn ich unterwegs bin und nicht weiß wo ich das nächste Mal etwas Essbares auftreibe, macht mich das nervös. Und da ich gerade auf einer Reise mit dem Auto quer durch Island bin und nicht auf Tankstellen-Hotdogs angewiesen sein will, habe ich mir zu Hause extra noch ein paar gesunde Snacks gemacht.

Das angenehme an diesen Müsliriegeln ist, dass die Körner gut durch das Bananenpüree zusammengehalten werden und man nicht extra Honig oder Fett hinzufügen muss. Sie schmecken daher aber auch nur leicht süß und sind auch nicht sehr knusprig. Das mag vielleicht nicht jeder, aber mir schmecken sie sehr gut. Das perfekte Frühstück für unterwegs!



Bananen Müsliriegel
2 sehr reife, pürierte Bananen
2 Becher Müsli (ein Mix aus verschiedenen Getreideflocken und Samen wie Hafer, Dinkel, Buchweizen, Chia, Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, …)
4 El gehackte Datteln (etwa 6-8 Stück)
4 El grob gehackte Haselnüsse
2 El Kakaobohnenstücke (optional)
1/2 Tl Zimt

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen.
2. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann die Bananen dazugeben und alles gut vermischen. Die Masse in die Form füllen und gleichmäßig flachdrücken. 30 Minuten backen bis die Ränder goldbraun werden.
3. Auf ein Brett stürzen, das Backpapier abziehen und komplett auskühlen lassen. Mit einem scharfen Messer Riegel abschneiden und einzeln in Butterbrotpapier einwickeln. Am besten im Kühlschrank aufbewahren. In den ersten paar Tagen schmecken sie am besten, man kann sie aber auch einfrieren und portionsweise auftauen.

Montag, 21. Juli 2014

Haferflockenkuchen mit Sommerbeeren und Knuspermandeln

Bevor es morgen in den kühlen Norden geht, wird hier noch einmal kurz der Sommer mit seinen köstlichen Beeren zelebriert. Das ist ein saftiger, ganz einfacher Rührkuchen mit Knusperkruste zu dem süße Sommerbeeren großartig passen. Auch Apfel- oder Marillenspalten kann ich mir sehr gut vorstellen.



Haferflockenkuchen mit Sommerbeeren und Knuspermandeln
adaptiert von Bakers Royale
60g Haferflocken (Feinblatt)
200ml kochendes Wasser
150g Rohrohrzucker
50g weiche Butter
1 Ei
110g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Natron
1/2 Tl abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (oder Orange)
120g gemischte Beeren (Ribisel, Himbeeren, Brombeeren,…)
40g gehobelte oder gehackte Mandeln (oder beides gemischt)

1. Kochendes Wasser über die Haferflocken gießen, umrühren und 10 Minuten beiseite stellen. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Springform (20cm Durchmesser) fetten.
2. Rohrzucker und Butter mit einem Kochlöffel unter die Haferflocken rühren bis die Butter geschmolzen ist. Danach das Ei und die Zitronenschale unterrühren.
3. Mehl, Salz und Natron mischen und unter den Teig heben. Teig in die Form füllen und abwechselnd mit Mandeln und Beeren bestreuen. Etwa 40 Minuten backen bzw. bis der Kuchen durchgebacken ist (Stäbchenprobe).

Freitag, 11. Juli 2014

Feiner Mandelkuchen

Es regnet schon den ganzen Tag, aber das macht nichts. Zum Backen ist nämlich alles da und ich kann ganz gemütlich im Pyjama Rezepte ausprobieren und Schüsseln ausschlecken. Das heutige Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, es schmeckt auch noch hervorragend! Ein feiner, saftiger Mandelkuchen mit einer ordentlichen Portion Marzipan und knusprigen Mandelhobeln obendrauf. Ganz pur, simpel und köstlich, ist schnell gemacht und genau das Richtige für einen verregneten Sommertag.





Mandelkuchen
adaptiert von Pastry Affair
150g Marzipan (Mandelanteil sollte bei über 50% liegen)
2 Eier
85g Zucker
75g weiche Butter
1/2 Tl Vanillepulver
85g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver

50g Staubzucker
etwas Milch
gehobelte Mandeln zum Bestreuen

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Springform mit 20cm Durchmesser fetten. Marzipan klein würfeln und mit den Eiern in eine Schüssel geben. Mit dem Mixer aufschlagen und zu einer möglichst glatten Masse rühren. (Noch besser geht das in einer kleinen Küchenmaschine mit S-Klinge.) Nacheinander Zucker, Butter und Vanillepuder dazugeben und weiter aufschlagen. Die Masse soll hell und cremig sein.
2. Mehl, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel mischen, unter die Marzipanmasse heben und den Teig in die Form füllen. Etwa 30 Minuten backen bzw. mit einem Holzstäbchen testen ob der Kuchen durchgebacken ist.
3. Während der Kuchen bäckt kann man die gehobelten Mandeln auf ein Blech oder in eine kleine Auflaufform streuen und 10-15 Minuten mitbacken bis die Mandeln anfangen leicht zu bräunen. Danach für die Dekoration beiseite stellen.
4. Den fertigen heißen Kuchen 10 Minuten in der Form stehen lassen. Danach auf ein Kuchengitter stürzen und komplett auskühlen lassen.
3. Staubzucker mit etwas Milch zu einer dünnen Glasur verrühren und über den Kuchen träufeln. Zum Schluss noch mit den knusprigen Mandeln bedecken.

Sonntag, 6. Juli 2014

Heidelbeer Streuselkuchen und Himbeer Cheesecake Brownies

Weil Wassermelone allein auch nicht glücklich macht, gibt es zu unserem Grillfest gleich noch zwei ordentlich Kuchen. Einmal ein buttriger Streuselkuchen mit fruchtigen Heidelbeeren und dazu ein feucht schokoladiger Brownie mit cremiger Himbeer-Cheesecake-Schicht obenauf – für jeden Geschmack etwas. Der Streuselkuchen ist locker und saftig und durch einen Teil Maismehl wunderschön goldgelb und krümelig. Der Cheesecake-Brownie besteht aus meinem Lieblings-Kakaobrownie und einer fruchtigen Variante eines klassischen Cheesecake. Beide sind trotz großem Grillgelage restlos verschwunden. Ich würde sagen damit haben sie sich einen Platz am Blog verdient.




Heidelbeer-Streuselkuchen
adaptiert aus dem smitten kitchen Kochbuch
125g Mehl
60g Maismehl
2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
100g weiche Butter
200g Zucker
2 Eier
1 Prise Vanillepulver
abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
80g Sauerrahm
200g Heidelbeeren

für die Streusel:
100g Zucker
45g (6 El) Mehl
15g (2 El) Maismehl
1 Prise Zimt
45g Butter, in kleine Stücke geschnitten

1. Backrohr auf 180°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen. Für den Teig Mehl, Maismehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Zwei Esslöffel der Mischung vorsichtig unter die Heidelbeeren heben.
2. In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Eier nach und nach zugeben und anschließend Vanille und Zitronenschale unterrühren. Abwechselnd Sauerrahm und die Mehlmischung unter den Teig rühren. Zum Schluss die Heidelbeeren unterheben, den Teig in die Form füllen und glattstreichen.
3. Für die Streusel alle Zutaten zwischen den Fingern krümelig verreiben und über den Teig streuen. 30-40 Minuten backen bis den Kuchen schön goldbraun ist.

Himbeer-Cheesecake-Brownies
1 Portion Kakaobrownies
220g Frischkäse
70g Zucker
1 Ei
60ml pürierte Himbeeren
3 El Mehl
Himbeeren zum Dekorieren

1. Backrohr auf 160°C vorheizen und eine quadratische Backform mit 20cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen. Brownieteig zubereiten und beiseite stellen.
2. Frischkäse und Zucker in einer Schüssel cremig aufschlagen. Ei, Himbeeren und Mehl unterrühren.
3. 3/4 der Browniemasse in die Form füllen und glattstreichen. Cheesecakemasse darübergießen und den übrigen Schokoteig löffelweise daraufsetzen. Eine Gabel durch die beiden Teige ziehen, um einen Marmoreffekt zu erzielen. (Kann man natürlich auch weglassen und einfach beiden Massen übereinander schichten.) Himbeeren darauf verteilen und 50-60 Minuten backen. Der Brownieteig sollte bei einer Stäbchenprobe noch klebrig, aber nicht mehr nass sein.

Dienstag, 24. Juni 2014

Brioche Burger Buns

Die Grillsaison ist wieder in vollem Gange und es wurde höchste Zeit ein schon länger stillgelegtes Backprojekt neu aufzurollen: der perfekte Burger Bun. Ein richtig guter Burger ist nämlich immer nur so gut wie die Summe seiner Komponenten. In Wien ein vernünftiges Burgerbrötchen aufzutreiben ist traurigerweise eine Kunst. Die abgepackten, mit Sesam bestreuten Wattebäusche aus dem Supermarkt sind auf jeden Fall keine Lösung.

Der perfekte Bun ist für mich weich, saftig und feinporig, aber mit Substanz damit er auch unter diversen Soßen und Fleischpatties nicht auseinander fällt. Im Idealfall ist er buttriger und feiner als normales Weißbrot, fast so wie ein dekadentes Brioche. Um also erneut auf die Suche nach dem perfekten Brötchen zu gehen, war dieses Wochenende einer ausgiebigen Brioche-Burger-Bun-Testreihe gewidmet. Vier Rezepte wurden getestet und eines ist der klare Sieger. Es erfüllt vom Geschmack und der Textur her alle Vorraussetzungen (die Buns waren sogar an dritten Tag noch köstlich), der Teig ist leicht zu verarbeiten, hübsch sind sie noch dazu und die längliche Variante eignet sich zudem bestens für Hotdogs. Ein Burger-Upgrade, das sich auf jeden Fall lohnt!





Brioche Burger Buns
reicht für 6 Brötchen mit ca. 10cm Durchmesser bzw. ein Blech • adaptiert von The Candid Appetite
190ml warme Milch
60g weiche Butter
1 Packerl Germ (7g)
250g Mehl
30g Zucker
1/2 El Salz
1 Dotter mit etwas Wasser verquirlt zum Bestreichen
Sesam zum Bestreuen (schwarzer Sesam oder Mohn ist auch hübsch)

1. Butter in die warme Milch legen bis sie geschmolzen ist. Germ, Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Milch dazugießen und alles mit den Knethaken eines Handrührers etwa 5 Minuten lang zu einem glatten und elastischen Teig verkneten. Geht natürlich auch mit den Händen, dauert aber wahrscheinlich etwas länger. Der Teig sollte sich komplett vom Schüsselrand lösen und nur am Boden leicht kleben bleiben. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine mit Öl ausgestrichene Schüssel legen, mit Klarsichtfolie oder einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1-2 Stunden rasten lassen bis der Teig das doppelte Volumen hat.
2. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer Arbeitsfläche kurz verkneten und in 6 gleich große Stücke teilen. Dabei möglichst kein zusätzliches Mehl verwenden damit der Teig noch leicht klebrig bleibt, dann ist es leichter die Buns zu formen. Die Teigstücke einzeln zwischen gewölbter Handfläche und Arbeitsfläche in kreisenden Bewegungen zu Kugeln formen (so bekommen sie eine schön glatte Oberfläche) und mit einigem Abstand auf das Blech setzen. Sechs Buns gehen sich gut auf einem Blech aus. Für Hotdog-Brötchen die Teigstücke zu Würsten rollen. Lose mit geölter Klarsichtfolie oder einem feuchten Tuch abdecken und noch eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
3. Backrohr auf 200°C vorheizen. Die Teiglinge mit der Dottermischung einpinseln und mit Sesam bestreuen. Etwa 15 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind.

Freitag, 20. Juni 2014

Frühstücksmuffins {V}

In der Früh verlasse ich das Haus niemals ohne Frühstück. Da gibt es keine Ausnahme, damit ich nicht plötzlich mit Kreislaufkollaps mitten auf der Straße zusammenbreche und gegen eine Telefonzelle knalle – ja, solche Dinge passieren. Wenn es sich irgendwie ausgeht bin ich normalerweise eine Porridge- oder Müsli-Frühstückerin, aber wenn es schnell gehen muss, ist ein duftender Muffin mit allem drin was köstlich und gesund ist genau das Richtige. Vollkorn, ohne weißem Zucker oder Butter, stattdessen Reissirup, Kokosöl, Apfel, Banane, Karotte, Zucchini, knusprige Samen und ein paar Trockenfrüchte und sogar vegan. Ein perfekter Energieschub und noch dazu absolut köstlich.



Frühstücksmuffins
reicht für 4 Muffins und kann ganz einfach verdoppelt oder verdreifacht werden • adaptiert von Wholehearted Eats
90g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Natron
1 Prise Salz
1/2 Tl Zimt
1 Prise gemahlener Ingwer
1 Prise Muskat
1 El Chiasamen vermischt mit 3 El Wasser (10 Minuten stehen lassen, damit sich eine Gelee-artige Masse bildet. Alternativ kann man auch ein Ei verwenden)
2 El Apfelmus
1/2 zerquetschte Banane
1,5 El Öl (Kokos oder Olive)
30g geriebene Karotte
30g geriebene Zucchini
2 El Reissirup (bzw. Agavendicksaft oder Ahornsirup)
2 El Rosinen (bzw. Cranberries oder klein geschnittene Datteln)
2 El gemischte Samen (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne,…)

1. Backrohr auf 190°C vorheizen und vier Vertiefungen eines Muffinblechs fetten.
2. Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Gewürze mischen. In einer zweiten Schüssel Chia, Apfelmus, Banane, Öl, Karotte, Zucchini und Reissirup mischen. Mehlmischung, Rosinen und die Hälfte der Samen unterrühren.
3. Teig in die Formen füllen (sie werden recht voll, aber der Teig ist dick genug, sodass sie nicht übergehen) und 20-25 Minuten backen. Sie schmecken frisch und noch leicht warm am besten, man kann sie aber auch gut einzeln in Klarsichtfolie eingewickelt einfrieren, sobald sie komplett ausgekühlt sind und hat so auch wenn es schnell gehen muss immer ein köstliches Frühstück für Unterwegs.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Galette Bressane

Die Galette Bressane ist ein luftiger Brioche-Fladen mit einer dünnen Schicht Crème Fraîche, etwas Zucker und in diesem Fall noch mit duftender Limetten- und Zitronenschale garniert. Schmeckt großartig direkt aus dem Ofen zum Brunch oder als Dessert mit frischen Beeren. Den Teig kann man schon am Vorabend zubereiten und ganz entspannt im Kühlschrank rasten lassen. Dann ist er noch besser zu verarbeiten und man muss in der Früh nicht lange auf ein köstliches Frühstück warten. Wunderbar unprätentiös und perfekt für den Sommer!


Galette Bressane
350g Mehl
5g Trockengerm (von einem Packer ungefähr 3/4)
1/2 Tl Salz
65g Zucker
125ml handwarme Milch
40g sehr weiche Butter
2 Eier, bei Zimmertemperatur

für den Belag:
3 El Crème Fraîche
60-80g Zucker (nach Geschmack)
1 Dotter
Schale einer Limette und einer Zitrone
Staubzucker

1. Den Teig schon am Vorabend zubereiten. Dafür alle Zutaten mit dem Mixer ein paar Minuten verkneten bis die Oberfläche glatt wird. Den Teig zugedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort eine gute Stunde gehen lassen, bis er doppelt so groß geworden ist. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Am nächsten Morgen das Backrohr auf 180°C vorheizen und ein oder zwei Bleche mit Backpapier auslegen. (Je nachdem ob man eine große oder mehrere kleine Galettes macht.) Den Teig in beliebig viele Teile teilen oder auch als ganzes auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2mm dünn ausrollen. Dotter mit einem Teelöffel Wasser verrühren.
3. Crème Fraîche auf die Teigfladen streichen, dabei einen fingerdicken Rand freilassen. Den Rand rundherum einschlagen und den Zucker gleichmäßig über die Crème streuen. Den Rand mit Dotter einpinseln und die Galettes 20-30 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind.
4. Abkühlen lassen und mit Zitrusschale und Staubzucker bestreuen. Schmeckt ganz frisch am allerbesten.